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Psychisches Trauma
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Zentrale Folgen eines Traumas
TRAUMA:
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GESCHICHTEN
KURZGESCHICHTE
Montag 13.10.2008
FREI SEIN ? !


Nacktes Entsetzen; Kriegsgreuel in Ruanda, 1996.
Ein psychisches Trauma kann akute oder chronische psychische und psychosomatische Störungen hervorrufen. Diese treten als Folge eines oder mehrerer traumatischer Ereignisse auf.

   Als solche Ereignisse gelten:
  • Unfälle
  • Katastrophen
  • physische Gewalt
  • terroristische Gewalt
  • sexuelle Gewalt
  • Folter
  • kriminelle Gewalt
  • Gefangenschaft
  • traumatischer Verlust
  • Entwurzelung / Flucht
  • bedrohliche Krankheiten
  • Langfristig können nach solchen Ereignissen Depressionen, Angststörungen, Anpassungsstörungen, somatoforme (psychosomatische) Störungen, Persönlichkeitsveränderungen und Posttraumatische Belastungsstörungen auftreten. Unbehandelt besteht die Gefahr, dass solche Reaktionsformen zu anhaltenden Einschränkungen in zentralen Lebensbereichen und zu einem erheblichen Leidensdruck für die betroffenen führen.

    Auch wenn häufig bei psychischer Traumatisierung von den psychischen und psychosomatischen Folgen gesprochen wird, darf nicht vergessen werden dass es sich immer um eine bio-psycho-soziale Störung handelt. In einfachen Worten, es ist immer der ganze Mensch, mit Psyche, Körper und dem sozialen Umfeld vom Trauma betroffen. Deshalb ist es von grosser Wichtigkeit, dass bei der Aufarbeitung eines Traumas die psychischen, somatischen, sozialen, ethnologischen und juristischen Aspekte soweit möglich integriert werden können.

    "Traumatische Ereignisse erschüttern zwischenmenschliche Beziehungen in den Grundfesten. Sie zersetzen die Bindungen an Familie, Freunde, Partner und Nachbarn, sie zerstören das Selbstbild, das im Verhältnis zu anderen entsteht und aufrechterhalten wird. Sie untergraben das Wertesystem, das der menschlichen Erfahrung Sinn verleiht. Sie unterminieren das Vertrauen des Opfers in eine natürliche oder göttliche Ordnung und stoßen es in eine existentielle Krise.....
    Im Augenblick der Angst wenden sich die Opfer spontan an die Quelle, die ihnen zuerst Trost und Schutz bot. Verwundete Soldaten und vergewaltigte Frauen schreien nach ihren Müttern oder nach Gott. Bleibt dieser Schrei unbeantwortet, ist das Urvertrauen zerstört. Traumatisierte fühlen sich extrem verlassen, allein und ausgestoßen aus dem lebenserhaltenden Rahmen von menschlicher und göttlicher Fürsorge und Schutz."
    (Judith Lewis Hermann, Die Narben der Gewalt. Traumatische Erfahrungen verstehen und überwinden, München 1993, S. 77-78)
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