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weiss, wann wieder ein Unglück
passiert. Dieses erhöhte Gespür für Gefahr kann teilweise daher kommen, dass das traumatische
Erlebnis Sie für echte Gefahren aufmerksamer gemacht hat. Es kommt
jedoch auch häufig vor, dass Sie auf Grund der Angst, die das Trauma ausgelöst hat,
überschätzen, wie gefährlich das Leben ist. Nehmen wir als Beispiel einen
Verkehrsunfall: Sie wussten vorher, dass Verkehrsunfälle passieren, haben aber vielleicht nicht
geglaubt, dass Ihnen je einer zustossen werde. Nachdem Sie einen schlimmen Unfall erlebt haben,
erscheint es Ihnen dann, als ob an jeder Kreuzung oder in jeder Kurve ein Unfall drohe. Auch als
Mitfahrer haben Sie das Gefühl, dass Sie keinen Moment lang Ihre Augen von der Strasse abwenden
dürfen. In Wirklichkeit ist jedoch ein Unfall nicht wahrscheinlicher als vorher. Aber es erscheint
Ihnen sehr wahrscheinlich, dass sich ein Unfall wiederholt. Verständlicherweise führt diese
veränderte Sichtweise des Risikos dazu, dass sich Ihr Gefühl der Gefahr noch verstärkt. In der
Therapie werden Sie mit Ihrem Therapeuten darüber sprechen, wie Sie prüfen können, ob bei Ihnen
solche gefühlsmässigen Überschätzungen von Gefahr vorliegen und wie Sie diese überwinden können.
2. Wiedererleben
Nach einem Trauma erleben Menschen oft einzelne Teile des traumatischen Erlebnisses immer wieder. So
kommen Ihnen vielleicht plötzlich unerwartet Bilder oder Geräusche aus dem Erlebnis in den Kopf,
oder Sie nehmen die gleichen Gerüche, den gleichen Geschmack oder die gleichen körperlichen
Empfindungen (wie z.B. Kälte, Schmerz) wahr. Oder Sie haben plötzlich die gleichen Gefühle oder
Gedanken wie während des Traumas.
Manchmal ist das Wiedererleben so lebhaft, dass es so erscheint, als
passiere das traumatische Ereignis noch einmal. Vielleicht erleben Sie das Trauma auch in Form von
Alpträumen wieder. Das Wiedererleben kommt über einen, ob man es
will oder nicht. So können Sie das Gefühl entwickeln, dass Sie keine Kontrolle mehr darüber haben,
wie Sie sich fühlen, woran Sie denken oder was Sie empfinden, weder am Tag noch in der Nacht.
Es ist eine verständliche Reaktion, wenn man das unangenehme Wiedererleben des Traumas so schnell
wie möglich beiseite schieben und an etwas anderes denken will. Leider hilft dies im
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