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Informationsblatt für Gewaltopfer
TRAUMA:
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    KURZGESCHICHTE
    Donnerstag 4.12.2008
    FREI SEIN ? !

    weiss, wann wieder ein Unglück passiert. Dieses erhöhte Gespür für Gefahr kann teilweise daher kommen, dass das traumatische Erlebnis Sie für echte  Gefahren aufmerksamer gemacht hat. Es kommt jedoch auch häufig vor, dass Sie auf Grund der Angst, die das Trauma ausgelöst hat, überschätzen, wie gefährlich das Leben ist. Nehmen wir als Beispiel einen Verkehrsunfall: Sie wussten vorher, dass Verkehrsunfälle passieren, haben aber vielleicht nicht geglaubt, dass Ihnen je einer zustossen werde. Nachdem Sie einen schlimmen Unfall erlebt haben, erscheint es Ihnen dann, als ob an jeder Kreuzung oder in jeder Kurve ein Unfall drohe. Auch als Mitfahrer haben Sie das Gefühl, dass Sie keinen Moment lang Ihre Augen von der Strasse abwenden dürfen. In Wirklichkeit ist jedoch ein Unfall nicht wahrscheinlicher als vorher. Aber es erscheint  Ihnen sehr wahrscheinlich, dass sich ein Unfall wiederholt. Verständlicherweise führt diese veränderte Sichtweise des Risikos dazu, dass sich Ihr Gefühl der Gefahr noch verstärkt. In der Therapie werden Sie mit Ihrem Therapeuten darüber sprechen, wie Sie prüfen können, ob bei Ihnen solche gefühlsmässigen Überschätzungen von Gefahr vorliegen und wie Sie diese überwinden können.

    2. Wiedererleben
    Nach einem Trauma erleben Menschen oft einzelne Teile des traumatischen Erlebnisses immer wieder. So kommen Ihnen vielleicht plötzlich unerwartet Bilder oder Geräusche aus dem Erlebnis in den Kopf, oder Sie nehmen die gleichen Gerüche, den gleichen Geschmack oder die gleichen körperlichen Empfindungen (wie z.B. Kälte, Schmerz) wahr. Oder Sie haben plötzlich die gleichen Gefühle oder Gedanken wie während des Traumas.
    Manchmal ist das Wiedererleben  so lebhaft, dass es so erscheint, als passiere das traumatische Ereignis noch einmal. Vielleicht erleben Sie das Trauma auch in Form von Alpträumen  wieder. Das Wiedererleben  kommt über einen, ob man es will oder nicht. So können Sie das Gefühl entwickeln, dass Sie keine Kontrolle mehr darüber haben, wie Sie sich fühlen, woran Sie denken oder was Sie empfinden, weder am Tag noch in der Nacht.
    Es ist eine verständliche Reaktion, wenn man das unangenehme Wiedererleben des Traumas so schnell wie möglich beiseite schieben und an etwas anderes denken will. Leider hilft dies im

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