Die Erregungssymptome werden durch das Gefühl der Gefahr verursacht. Tiere und Menschen reagieren in
vielfältiger Art und Weise auf Schreck, Angriff, Bedrohung oder Gefahr. Eine solche Reaktion ist
z.B., zu erstarren. Sie haben vielleicht schon mal gesehen, wie eine Katze
sich zusammenkauert und ganz still bleibt, wenn sie Angst vor einem Hund hat. Eine zweite mögliche
Reaktion ist, wegzulaufen oder zu fliehen.
Eine dritte Reaktion ist, zu kämpfen. Für Flucht und Kampf wird Adrenalin
benötigt, dies ist ein Hormon, das von einer Drüse, die sich bei den Nieren befindet, ausgeschüttet
wird. Adrenalin mobilisiert den Körper und hilft, dass man in angemessener Weise auf echte Gefahr
reagiert.
Nach einem traumatischen Erlebnis ist es möglich, dass Ihr Körper ständig in Alarmbereitschaft
bleibt, obwohl das nicht mehr nötig ist. Das Trauma hat Sie gezwungen wahrzunehmen, dass Gefahr in
der Welt droht, und Ihr Körper machte sich bereit, dieser Gefahr zu begegnen. Es ist nun so, als ob
Ihr Körper noch nicht bemerkt hätte, dass die Gefahr vorüber ist, er reagiert weiterhin, als ob er
bedroht würde und als ob er jeden Moment kämpfen, fliehen oder erstarren müsste. Aus diesem Grund
fühlen Sie sich möglicherweise dauernd auf der Hut, angespannt oder reizbar.
Besonders viel Erregung werden Sie spüren, wenn Sie Situationen, Menschen und Reizen begegnen, die
Sie an das traumatische Erlebnis erinnern. Wie oben erwähnt, haben solche Auslöser oft nur eine
entfernte Ähnlichkeit mit dem traumatischen Ereignis, und es ist notwendig, ihnen durch
Selbstbeobachtung auf die Spur zu kommen.
Teilweise werden die Anzeichen der körperlichen Erregung wie Schlafprobleme durch die Dinge
verstärkt, mit denen man sie in den Griff bekommen will. Manche solcher Versuche verbessern solche
Probleme nicht, sondern machen sie im Gegenteil schlimmer. Ihr Therapeut wird mit Ihnen besprechen,
wie Sie am besten damit umgehen sollten.
4. Vermeidung
Das Gefühl der Gefahr, das Wiedererleben von Teilen des Traumas und die körperliche Erregung sind
belastend. Deswegen versuchen viele Menschen, dies dadurch in den Griff zu bekommen, dass sie alles
vermeiden, was an das traumatische Erlebnis erinnern könnte
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