|
(z.B. Orte, Personen, Gespräche,
bestimmte Kleidungsstücke, Fernsehsendungen), oder sie versuchen, nicht daran zu denken. Oder sie
versuchen, die Erinnerungen und Gedanken, die mit dem Trauma verbunden sind, zu unterdrücken oder zu
vermeiden. Viele versuchen, mit den schmerzhaften Gefühlen und Gedanken an das Trauma dadurch fertig
zu werden, dass sie ihre Gefühle betäuben. Die Vermeidung ist ein Weg, um
sich vor Dingen zu schützen, die Ihnen jetzt gefährlich erscheinen, und vor Erinnerungen und
Gefühlen, die erschreckend und überwältigend erscheinen.
Vermeidung ist oft ein gutes Mittel, um kurzfristig Belastung zu
vermindern. Wenn sie funktioniert, reduziert die Vermeidung unangenehme Gefühle. Aber sie ist
langfristig gesehen oft nicht die beste Strategie, um das Trauma zu
überwinden. Erstens ist es schwer, die eigenen Gedanken und Gefühle ganz und gar zu vermeiden. Sie
kehren immer wieder zurück. Tatsächlich werden Gedanken an das traumatische Erlebnis häufiger und
hartnäckiger, wenn man sie mit Gewalt unterdrückt. So bekommt man den Eindruck, die Kontrolle über
seine Gedanken und Gefühle immer mehr zu verlieren.
Zweitens vermeidet man oft deswegen, weil man erwartet, dass eine Katastrophe passiert, wenn man
sich der Situation aussetzt und seinen Gedanken und Gefühlen freien Lauf lässt. Typische
Befürchtungen sind zum Beispiel, dass die Gefühle einen überwältigen und man einen
Nervenzusammenbruch bekommen oder dass man wieder eine Gewalttat, einen Unfall oder etwas anderes
Schreckliches erleben wird. Es ist vollkommen verständlich, dass man Dinge vermeidet, von denen man
glaubt, dass sie einem schaden könnten. Das Problem dabei ist jedoch, dass die Vermeidung einen
daran hindert, herauszufinden, dass die Befürchtungen übertrieben sind und dass die Welt nicht so
gefährlich ist, wie sie einem nach einem traumatischen Erlebnis erscheint. So kann das eigene Leben
durch die Vermeidung mehr und mehr eingeschränkt werden.
In der Therapie werden Sie mit Unterstützung durch Ihren Therapeuten lernen, nicht mehr vor dem
Gefühl der Gefahr und den Erinnerungen an das traumatische Erlebnis "wegzulaufen", sondern
an ihnen zu arbeiten, um so das Wiedererleben und die körperliche Erregung langfristig in den Griff
zu bekommen.
|
|
|