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Informationsblatt für Gewaltopfer
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    KURZGESCHICHTE
    Donnerstag 4.12.2008
    FREI SEIN ? !

    5. Gefühlstaubheit und Niedergeschlagenheit
    Manche Menschen fühlen sich unwirklich oder wie losgelöst von ihrer Umgebung, wenn sie an das traumatische Ereignis erinnert werden. Viele betäuben ihre Gefühle, negative wie positive, absichtlich, um nicht von ihnen überwältigt zu werden. Eine solche Gefühlstaubheit  kann zum Beispiel dazu führen, dass Sie sich von den Menschen, die Ihnen nahestehen, entfremdet fühlen. Es mag Ihnen so vorkommen, dass diese Menschen nicht verstehen können, was Sie durchgemacht haben, weil Sie es nicht selbst erlebt haben.
    Weitere übliche Reaktionen auf ein traumatisches Erlebnis sind Niedergeschlagenheit, Traurigkeit oder Depression. So haben Sie vielleicht Gefühle der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung, weinen häufig oder denken manchmal sogar daran, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Verlust von Interesse an anderen Menschen oder an Aktivitäten, die einem sonst Freude gemacht haben, ist eine häufige Folge eines Traumas. Nichts macht einem mehr Spass. Vielleicht fühlen Sie auch, dass das Leben nicht mehr lebenswert ist, und Ihre Zukunftspläne scheinen nicht mehr wichtig oder sinnvoll zu sein.
    Verbunden mit dem Gefühl der Gefühlstaubheit und der Niedergeschlagenheit, geben viele Menschen nach traumatischen Erlebnissen Beziehungen zu anderen oder früher bedeutsame Aktivitäten auf. In der Therapie werden Sie gemeinsam mit Ihrem Therapeuten planen, wie Sie Ihr Leben zurückerobern können.

    6. Konzentrationsschwierigkeiten
    Viele Menschen haben nach einem traumatischen Erlebnis Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren. Dies ist auch eine übliche Reaktion auf ein traumatisches Erlebnis. Es ist frustrierend und beunruhigend, wenn man sich nicht darauf konzentrieren oder daran erinnern kann, was um einen herum geschieht. Diese Erfahrung kann dazu beitragen, dass man denkt, sich selbst nicht mehr im Griff zu haben oder verrückt zu werden. Es ist wichtig zu wissen, dass solche Konzentrationsprobleme wieder vorübergehen. Sie kommen dadurch zustande, dass das Gehirn versucht, mit dem traumatischen Erlebnis fertig zu werden. Es arbeitet daran,

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