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das Ereignis im Geiste immer wieder durchzugehen, um es zu verarbeiten.
So hat man weniger geistige Kraft zur Konzentration auf andere Dinge zur Verfügung. Auch kostet es
viel geistige Kraft, die Erinnerungen an das Ereignis ständig aus dem Kopf zu drängen. Je mehr man
das traumatische Erlebnis verarbeitet, desto mehr kehrt auch die Konzentration zurück.
7. Kontrollverlust
Die meisten Menschen haben während des traumatischen Erlebnisses das Gefühl, dass sie überhaupt
nichts tun konnten, um das Schlimmste zu verhindern. Viele empfinden, dass sie jegliche Kontrolle
über ihre Gefühle, ihren Körper, ihre körperliche Sicherheit oder über ihr Leben verloren haben. Wie
Sie in dem Abschnitt zum Wiedererleben gelesen haben, ist das Gedächtnis für das traumatische
Erlebnis in unverarbeiteter Form gespeichert, und so treten Gefühle wie Kontrollverlust
aus dem traumatischen Erlebnis in der ursprünglichen, intensiven Form wieder auf, wenn man an das
Trauma erinnert wird. Das Gefühl des Kontrollverlusts kann so intensiv sein, dass man denkt:
"ich werde verrückt" oder "ich drehe durch".
Hinzu kommt, dass viele Menschen darüber beunruhigt sind, dass ihre Gedanken und Erinnerungen an das
traumatische Erlebnis ungewollt auftreten. Dies verstärkt das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren.
Hier ist es wichtig zu erkennen, dass die ungewollten Erinnerungen oft durch Situationen und Reize
ausgelöst werden, die entfernt an das Trauma erinnern. Weiterhin ist es wichtig zu erkennen, dass
Versuche, die Erinnerungen mit Gewalt zu unterdrücken, sie oft nur noch häufiger auftreten lassen.
Schliesslich werden Sie im Laufe der Therapie das traumatische Erlebnis verarbeiten und so Ihr
Gedächtnis für das Ereignis verändern, so dass das ungewollte Wiedererleben immer seltener und
weniger intensiv auftreten wird.
8. Schuld- und Schamgefühle
In den Wochen und Monaten nach einem traumatischen Ereignis kommt es oft vor, dass Menschen immer
wieder darüber nachdenken, was passiert ist und wie sie den Verlauf der Dinge hätten beeinflussen
können. Viele machen sich Vorwürfe, dass sie bestimmte Dinge getan oder nicht getan haben oder dass
sie anders hätten reagieren sollen. Dies ist mit Schuld-
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