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oder Schamgefühlen verbunden. Es ist so,
als ob man versucht, nach dem Ereignis in Gedanken alles wieder in Ordnung zu bringen und zum
Beispiel zu denken: "Wenn ich nur dieses und jenes getan hätte..." oder "Wenn ich nur
dies nicht gemacht hätte, dann wäre alles anders gekommen".
Viele machen sich auch Vorwürfe, dass sie über das traumatische Ereignis noch nicht hinweggekommen
sind. Sie betrachten das als Zeichen ihrer Schwäche oder Unzulänglichkeit und nicht als normale
menschliche Reaktion auf unerträgliche Belastung.
Leider tragen manchmal auch andere Menschen wie Verwandte oder Freunde zu solchen Selbstvorwürfen
bei. Denn manche Menschen geben fälschlicherweise den Opfern von Gewalt statt den Tätern die Schuld.
Auch verstehen andere Menschen teilweise normale Reaktionen auf traumatische Erlebnisse nicht und
sagen deshalb, man solle sich einfach zusammenreissen.
Selbstvorwürfe sind nicht hilfreich, weil sie zu Gefühlen von Hilflosigkeit, Depression und geringem
Selbstwert führen. Wenn Sie sich solche Selbstvorwürfe machen, werden Sie sie mit Ihrem Therapeuten
besprechen und daran arbeiten.
9. Ärger
Eine weitere, verbreitete Reaktion auf ein traumatisches Ereignis ist Ärger.
Dieser Ärger bezieht sich oft auf die Person, die verantwortlich dafür ist, dass man verletzt,
missbraucht oder in seinem Leben beeinträchtigt wurde. Aber Ärgergefühle können auch
hervorgerufen werden, wenn man durch bestimmte Personen oder Situationen an das Trauma erinnert
wird, auch wenn diese nichts damit zu tun haben.
So bemerken viele Menschen nach einem Trauma, dass nahestehende Personen (Familie, Freunde,
Ehepartner, Kinder) sie ärgerlich machen. Manchmal haben Sie vielleicht Wutausbrüche
gegenüber den Menschen, die Ihnen am meisten bedeuten. Das ist verwirrend: Warum ist man so
ärgerlich auf diejenigen, die man gerne hat? Dies liegt teilweise daran, dass man sich durch das
Trauma in einem Zustand hoher Erregung befindet (s. Punkt 3) und
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