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Ab
dem 8.Oktober 1972 fanden zwischen dem amerikanischen Sicherheitsberater Henry Kissinger und dem
nordvietnamesischen Unterhändler Le Duc Tho vertrauliche Friedensgespräche in Paris statt. Ein
Durchbruch wurde erzielt, als Nord-Vietnam einem Friedensplan zustimmte, der getrennte Vereinbarungen
für den militärischen und den politischen Bereich vorsah, von seiner Forderung nach einer
Koalitionsregierung in Süd-Vietnam Abstand nahm und gleichzeitig Verhandlungen über Laos und
Kambodscha zustimmte. Am 26.Oktober gab Kissinger einen Neunpunktefriedensplan bekannt, in dem
allerdings technische Fragen ungelöst blieben, und den der südvietnamesische Präsident Thieu als
Verrat bezeichnete.
Mit
der Wiederaufnahme der Gespräche zwischen Kissinger und Le Duc Tho am 4.Dezember 1972 war seit dem
Beginn der Pariser Verhandlungen 1968 erstmalig das Zustandekommen eines Abkommens in Sicht. Am
16.Dezember stagnierten die Verhandlungen jedoch erneut, und zwei Tage später ordnete Nixon die
massive Bombardierung von Hanoi und Haiphong an; diese Angriffe galten als die schwersten des
Vietnamkrieges und schockierten die Bevölkerung nicht nur in den USA.
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