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Vietnamesische Geschichte
VIETNAM:
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GESCHICHTEN
KURZGESCHICHTE
Samstag 13.3.2010
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Trommel aus der Bronzezeit
Axt aus der Bronzezeit
Die Thien Mu Pagode wurde vom ersten Regenten in Huê, Nguyen Hoang, zwischen 1601 und 1613 am rechten Ufer des Parfum Flusses gebaut.
Die Kathedrale in Hanoi aus der Zeit der ranzösischen Oberherrschaft.
Die Kathedrale "Notre Dame" in Saigon (Ho Chi Min Citiy).
Abtransport verwundeter Soldaten aus den französischen Stellungen bei Dien Bien Phu wenige Tage vor der Kapitulation im Frühjahr 1954. 
President Dwight D. Eisenhower und Staats-sekretär John Foster Dulles (von links) begrüssen Süd-Vietnams Präsidenten Ngo Dinh Diem auf dem Washingtoner National Airport. Foto vom 05/08/1957.
Amerikanische Flugzeuge versprühen über den Regenwäldern Süd-Vietnams das Entlaubungsmittel Agent Orange (1966).
Kinder auf der Flucht nach einem Napalmangriff der südvietnamesischen Luftwaffe auf Trang Ban am 8.Juni 1972
Vietnam Memorial in Washingten D.C, USA: Die Namen der 58'209 Amerikaner, die im Vietnam-Krieg umgekommen oder vermißt sind, sind in dieses Mahnmal aus schwarzen Granitwänden eingraviert. 
Blick auf das moderne Zentrum von Saigon (2002)
Blick auf das moderne Zentrum von Saigon (2002)
F R Ü H Z E I T
Auf dem Gebiet des heutigen Vietnams bestand im Süden vom 2. bis 6.Jh. das Reich Funan, nördlich anschließend bis zur Landesmitte vom 2. bis 15.Jh. das von den Cham getragene Reich Champa. Der Beginn der Geschichte der Vietnamesen ist dagegen schwer zu erfassen. Sie traten zuerst im N des Landes auf. Ihr Name (älteste Form Lac, Lac Viet) ist mit der frühesten Bronzekultur SO-Asiens verknüpft, der Dongsonkultur (1.Jahrtausend v.Chr., Ursprung in Nord-Vietnam), doch reichen die Wurzeln ihrer Kultur bis in die Jungsteinzeit zurück. Als erster vietnamesischer Staat gilt das halblegendäre Königreich Van Lang mit Zentrum im Delta des Roten Flusses (7.-3.Jh. v.Chr., nach der mythischen überlieferung im Jahr 2'879 v.Chr. gegründet), für dessen Existenz archäologische Spuren Anhaltspunkte geben. Gegen Ende der Dongsonkultur entstanden im südchinesischen-nordvietnamesischen Raum die ersten geschichtlichen Reiche, so Au Lac (um 210-179 v.Chr., Hauptstadt Co Loa, 20 km nördlich von Hanoi) und Nam Viet (chinesisch Nanyue, 207-111 v.Chr., Hauptstadt bei Kanton). Diese waren beide von China unabhängig und gehörten kulturell noch immer der Dongsonkultur an. Au Lac, von Invasoren aus Süd-China begründet, trat an die Stelle des Reichs Van Lang und wurde selbst kurz nach 179 v.Chr. von Nam Viet erobert. Dieses erstreckte sich nun vom Gebiet des heutigen chinesischen Kanton bis etwa zum heutigen vietnamesischen Da Nang. 111 v.Chr. wurde es von China annektiert und erhielt den Status einer Provinz. Damit begann die tausendjährige chinesische Herrschaft über die Vietnamesen, in der es aus Widerstand gegen eine Assimilierung zu vielen Revolten kam. Nach dem Aufstand der Schwestern Trung (40-43) wurde die chinesische Herrschaft über die Provinz direkter ausgeübt. Es folgte die Sinisierung der vietnamesischen Oberschicht (Einführung der chinesischen Schrift, des Buddhismus, der konfuzianischen Ethik). 679-939 wurden Teile des heutigen Annam und Tongking von China als Generalprotektorat Annam verwaltet; Hauptstadt und Sitz des chinesischen Gouverneurs war seit 767 Dai La (La Thanh, Dai La Thanh, an der Stelle des späteren Hanoi).


D A S   R E I C H   V O N   A N N A M
Erst im 10.Jh. gelang es den Vietnamesen, die Chinesen zu vertreiben und nach einer Zeit von Kämpfen lokaler Herrscher die verschiedenen vietnamesischen Gebiete zum Reich von Annam (Reichsname Dai Co Viet, Hauptstadt Hoa Lu, etwa 65km südlich von Hanoi) zu vereinigen (968). 972 wurde das Reich von China anerkannt, bei gleichzeitiger Bestätigung chinesischer Oberhoheit. Aus dem buddhistischen und taoistischen Klerus wurde ein Beamtenapparat gebildet. Unter der frühen Dynastie Le (980- 1009) verteidigte das Reich sich gegen China und griff nach Champa aus. Unter der späten Dynastie Li (Ly, 1009-1225; eine frühe Lidynastie hatte 542-602 infolge eines Aufstandes regiert) wurde die Verwaltung zentralisiert (unter anderem Einführung einer festen Rangordnung für Beamte, von Staatsexamina und einer allgemeinen Wehrpflicht). Die Herrschaft der Li war auch eine Blütezeit des Buddhismus (Sammlung heiliger Texte) und der Kunst. Residenz war Thang Long (heute Hanoi). 1069 wurden die nördlichen Gebiete Champas annektiert; LI THANH TONG (1054-72) nahm den Titel eines Kaisers von Dai Viet (Reichsname bis 1804) an.

Die folgende Trandynastie (1225-1400) wehrte 1285 und 1288 die Mongolen (chinesische Yuandynastie) ab. Die reformistische Hodynastie (seit 1400) wurde schon 1406/07 von den Chinesen gestürzt, die das Land eroberten. Nach ihrer Vertreibung kam die späte Ledynastie (1428-1788) an die Macht. Ihre lange Herrschaftsperiode, nur im 16.Jh. unterbrochen, wird als goldenes Zeitalter vietnamesischer Kultur und Geschichte angesehen. Außenpolitisch gelang 1471 die Unterwerfung Champas.

Ende des 16.Jh. setzte der Aufstieg der beiden mächtigen Feudalgeschlechter Trinh und Nguyen ein. Die Trinh regierten als Reichsverweser, nominell im Auftrag des Kaisers, den Nordteil des Landes mit der Hauptstadt Thang Long, die Nguyen bauten den südlichen Teil zu einem unabhängigen Herrschaftsgebiet aus; Hauptstadt war ab 1687 Phu Xuan (Huê). Die rivalisierenden Familien wurden von europäischen Großmächten (Portugal, Frankreich) unterstützt. Erst Ende des 18.Jh. wurde die Zweiteilung des Landes beendet. 1802 besiegte NGUYEN ANH aus dem Geschlecht Nguyen mit französischer Hilfe die kurzzeitig regierende Dynastie Tay Son und bestieg als Kaiser GIA LONG (bis 1820) den Thron. Unter ihm dehnte sich das Reich (Staatsname seit 1804 Viet Nam; Hauptstadt Huê) erstmals in seiner Geschichte vom Roten Fluß bis zum Mekongdelta aus. Die Politik seiner Nachfolger führte zur Konfrontation mit Frankreich, das den südlichen Landesteil bis 1867 eroberte (französische Kolonie Cochinchina). Annam und Tongking wurden 1883/84 zu französischen Protektoraten und 1887 mit Cochinchina und Kambodscha zur Indochinesischen Union (Indochina) vereint.
 

K O L O N I A L Z E I T   U N D   I N D O C H I N A K R I E G
Nach der Niederwerfung des Aufstands von 1908 leitete Frankreich wirtschaftliche Reformen ein. General-Gouverneur A. SARRAUT führte den Schulunterricht für Einheimische ein. 1926 erhielten Annam und Tongking Parlamente mit beratender Funktion. Die Maßnahmen der Kolonialmacht konnten jedoch das Entstehen einer Unabhängigkeitsbewegung nicht verhindern. Ihr radikaler Flügel löste den Aufstand von 1930 aus. Nach dessen blutiger Unterdrückung und der Zerschlagung der von einer schmalen bürgerlichen Schicht getragenen nationalistischen Gruppen übernahm die von HO CHI MINH 1930 gegründete KP Indochinas die Führung der Unabhängigkeitsbewegung.

Nach der Niederlage Frankreichs im Zweiten Weltkrieg mußte die französische Regierung unter P. PETAIN im September 1940 die japanische Besetzung Tongkings zulassen. 1941 gründete HO CHI MINH die kommunistisch beherrschte Bewegung Vietminh, VO NGUYEN GIAP baute deren Guerillaverbände auf. Am 8.3.1945 ließ die japanische Besatzungsmacht, die inzwischen die französicheen Kolonialbehörden in ganz Indochina entmachtet hatte, die Bildung eines Staates Vietnam aus Tongking, Annam und Cochinchina unter Kaiser BAO DAI zu.

Nach der Kapitulation Japans (Aug. 1945) setzten die Vietminh BAO DAI am 25.8.1945 ab und riefen in Hanoi die Republik Vietnam unter Führung HO CHI MINH aus. Im Sept. 1945 kehrten die Franzosen nach Indochina zurück. Ihr Vertrag mit HO CHI MINH (6.3.1946) konnte aber die Meinungsverschiedenheiten über die staatliche Zukunft Vietnams nicht beseitigen. Am 19./20.12.1946 löste die Vietminh-Bewegung in Hanoi einen blutigen Aufstand aus, der zum Indochinakrieg führte.

1949/50 nahm Frankreich Vietnam als assoziierten souveränen Staat (Hauptstadt Saigon) in die Französische Union auf. Staatschef wurde BAO DAI. Während die USA und Großbritannien die Regierung in Saigon anerkannten, stellten sich die VR China und die Sowjetunion (im Jan. 1950) offiziell hinter die Regierung unter HO CHI MINH. Seit 1950 gingen die Vietminh-Verbände immer stärker zur Offensive gegen französiche Stützpunkte über. Im Frühjahr 1954 konnten sie bei Dien Bien Phu den französischen Kolonialstreitkräften eine schwere Niederlage zufügen. Auf der Genfer Indochinakonferenz (Genfer Konferenzen 2) erklärte sich Frankreich zum Rückzug bereit. Bis zur Abhaltung von Wahlen in ganz Vietnam sollten sich die kommunistischen Kräfte in eine nördliche, die nichtkommunisten Kräfte in eine südliche Zone Vietnams zurückziehen. Zwischen beiden Gebieten lag beiderseits des 17. Breitengrades eine neutrale Zone.
 

N O R D   -   V I E T N A M
In der nördlichen Zone baute die Vietminh-Bewegung die Demokratische Republik Vietnam nach dem Muster der Volksdemokratie auf. An der Spitze der Vietnamesischen Nationalen Einheitsfront übte die kommunistische Lao Dong (deutsch "Partei der Vietnamesischen Werktätigen") die alleinige Macht aus. HO CHI MINH wurde Präsident, PHAM VAN DONG Minister Präsident (1955). Noch vor der kommunistischen Machtergreifung setzte eine Massenflucht von Nordvietnamesen, meist Bauern und Handwerkern, nach Süden ein. Die Mehrzahl von ihnen waren Katholiken. Die kommunistische Regierung setzte auch unter Anwendung gewalttätiger Mittel eine Bodenreform durch. Unter rigorosem Einsatz von Menschen leitete sie die Industrialisierung Nord-Vietnams ein und erhielt dabei umfassende Unterstützung von der VR China und den europäischen Ostblockstaaten, besonders der Sowjetunion. Zugleich setzte von dieser Seite auch militärische Hilfe ein. Die Regierung Nord-Vietnams, die sich als einzige legitime Vertreterin gesamtvietnamesischer Interessen betrachtete, stützte und lenkte von Anfang an die kommunistische Rebellenbewegung (Vietcong) in der unter dem Schutz der USA in der südlichen Zone entstandenen Republik Vietnam. In wachsendem Maße sandte die nordvietnamesische Regierung Truppen über den Ho-Chi-Minh-Pfad in das südliche Vietnam. Im Zuge der Eskalation des Bürgerkriegs zwischen. Nord- und Süd-Vietnam zu einem internationalen militärischen Konflikt (Vietnamkrieg) trat die Demokratische Republik Vietnam mehr und mehr als militärischer Hauptgegner den USA entgegen, die sich auf seiten der Republik Vietnam im Süden des Landes engagierten. Seit 1965 wurde Nord-Vietnam durch amerikanische Flächenbombardierungen schwer in Mitleidenschaft gezogen. Nach langen Bemühungen um die Beilegung des Krieges konnten die Demokratische Republik Vietnam und die USA 1973 einen Waffenstillstand aushandeln. Im ideologischen Konflikt zwischen den sowjetischen und chinesischen Kommunisten suchte HO CHI MINH zuweilen zu vermitteln. Nach seinem Tod (1969) wurde LE DUAN Führer der Partei, TON DUC THANG (*1888, t1980) wurde Staatspräsident.
 

S Ü D   -   V I E T N A M
Im Juni 1954 wurde NGO DINH DIEM Minister-Präsident der Republik Vietnam. Diplomatisch unterstützt von den USA, erkannte seine Regierung die Vietnam betreffenden Beschlüsse der Genfer Indochinakonferenz nicht an. NGO DINH DIEM lehnte gesamtvietnamesische Wahlen ab, da er eine kommunistische Machtübernahme in ganz Vietnam befürchtete. Mit amerikanischer Hilfe baute er einen nichtkommunistischen Staat auf, in den er die nordvietnamesischen Flüchtlinge eingliederte. Mit der Unterwerfung der militärisch organisierten Sekten (1954-55; u.a. Caodai, Caodaismus) gelang ihm zunächst eine Festigung des südlichen Vietnams als Staat. 1955 setzte er BAO DAI ab, rief die Republik aus und wurde selbst Staatspräsident. Mit starker waffentechnischer und personeller Hilfe der USA suchte er seit 1957/58 den Aufstand des Vietcong zu unterdrücken. Das Ausbleiben einer Bodenreform, die zunehmende Diktatur NGO DINH DIEMS, Korruption und Nepotismus führten dem Vietcong und seiner politischen Organisation, der Nationalen Befreiungsfront Süd Vietnams (gegründet 1960), jedoch ständig Anhänger zu. Die Spannungen zwischen dem katholischen Präsidenten und den Buddhisten Süd-Vietnams weiteten sich 1963 zu einer Staatskrise aus, als NGO DINH DIEM die religiösen und politischen Forderungen der Buddhisten zu unterdrücken suchte. Es kam zu Selbstverbrennungen buddhistischer Mönche und Nonnen. Am 1.11.1963 stürzte die Armee unter General DUONG VAN MINH (*1916) mit Duldung der USA die Regierung Ngo Dinh Diem in einem blutigen Staatsstreich. Die Verfassung wurde außer Kraft gesetzt. Nach einer Periode häufig wechselnder Regierungen übernahm am 20.5.1965 ein Offiziersdirektorium die Macht. Staatspräsident wurde NGUYEN VAN THIEU, Minister-Präsident NGUYEN CAO KY (*1930; im Amt 1965-67).

Auf Ersuchen Süd-Vietnams waren die USA 1964/65 direkt in den Krieg eingetreten, um eine kommunistische Machtübernahme zu verhindern. 1966 kam es unter Führung buddhistischer Mönche zu regierungsfeindlichen Unruhen, besonders in Huˆ und Da Nang, an denen sich auch Teile der Streitkräfte beteiligten. Nach der Verabschiedung einer neuen Verfassung (1967) suchte NGUYEN VAN THIEU mit Hilfe der USA, bis 1973 Hauptträger des Vietnamkrieges - auf Dauer vergeblich (besonders nach 1973) -, die von ihm geführte Republik Vietnam zu erhalten. Nach ihrem Zusammenbruch (30.4.1975) und der Machtübernahme der von den Vietcong 1969 gebildeten, von Nord-Vietnam gelenkten Provisorischen Revolutions-Regierung Süd-Vietnams vereinigten sich 1976 Nord- und Süd-Vietnam zur Sozialistischen Republik Vietnam (seit 1977 Mitglied der UNO).
 

D A S   W I E D E R V E R E I N I G T E   V I E T N A M
Staatspräsident wurde TON DUC THANG, Minister-Präsident PHAM VAN DONG; Vertreter des Südens wurden in die Regierung aufgenommen. Im Zuge der gewaltsamen Revolutionierung der südvietnamesischen Gesellschaft hatte die Provisorische Revolutions-Regierung Süd-Vietnams bereits 1975 nach ihrer Machtübernahme Amtsträger und Anhänger der gestürzten Republik Vietnam aus der Verwaltung Süd-Vietnams entfernt und in Umerziehungslager eingewiesen. Die Kommunistische Partei Vietnams (KPV), bis 1976 Partei der Vietnames. Werktätigen, geführt von LE DUAN wurde gemäß der Verfassung der Sozialistischen Republik Vietnam die allein massgebliche Kraft in ganz Vietnam; die von ihr ausgeübte "Diktatur des Proletariats" wurde als Grundsatz der politischen Willensbildung in der Verfassung verankert. Neben der Angleichung des südvietnamesischen Wirtschaftssystems an das von Nord-Vietnam vorgegebene System der Planwirtschaft sah sich die Regierung vor die Aufgabe gestellt, den Wiederaufbau der durch den Krieg zerstörten Wirtschaft einzuleiten und ein Millionenheer von Arbeitslosen, demobilisierten Soldaten und anderen Entwurzelten wieder einzugliedern; ein Wirtschaftsembargo der USA erschwerte die Situation zusätzlich. Unter politisch-ideologischen wie unter wirtschaftspolitischen Aspekten führte die Regierung ein Umsiedlungsprogramm durch, u.a. die zwangsweise Ansiedlung von über 1 Mio. Bewohnern Saigons (seit 1976 Ho-Chi-Minh-Stadt) in neuen Wirtschaftszonen. Hunderttausende Vietnamesen flohen über See ins nichtkommunistische Ausland (Boat people). lm ideologisch-machtpolitischen Streit zwischen der VR China und der Sowjetunion stand Vietnam, besonders seit Abschluß des vietnamesisch-sowjetischen Freundschafts- und Kooperationsvertrags (1978) und dem Beitritt zum RGW (1978), auf sowjetischer Seite. Nach Spannungen mit dem von den Roten Khmer regierten Kambodscha ließ Vietnam im Dezember 1978 dort Truppen einmarschieren und setzte Anfang Januar 1979 eine kommunistische Regierung ein. Die vietnamesischen Besatzungstruppen sahen sich bis zu ihrem Abzug (1989) mit Guerillaaktionen der Roten Khmer und anderer kambodschanischen Widerstandsgruppen konfrontiert. Im Februar/März 1979 sowie im April 1984 kam es zu schweren chinesisch-vietnamesischen Grenzkämpfen.

1980 trat eine neue Verfassung, 1985 eine Währungsreform in Kraft. Nach dem Tode LE DUANS (Juli 1986) wählte der Parteitag im Dezember 1986 NGUYEN VAN LINH zum General-Sekretär der KPV, der 1991 von DO MUOI (*1917) abgelöst wurde. 1992 verabschiedete das Parlament eine Verfassungs-Reform.



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