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Vietnamesische Musik
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GESCHICHTEN
KURZGESCHICHTE
Donnerstag 23.10.2014
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Die vietnamesische Sängerin Nhung
Die seit dem 10.Jh. historisch faßbare vietnamesische Musik ist von der indischen und der chinesischen Musikkultur geprägt. Bis ins 15.Jh. überwogen eher die indischen, bis zum 18.Jh. dann die chinesischen Einflüsse, während vom 19.Jh. bis zur Gegenwart im Kontakt auch mit der Musik des Abendlandes sich ein verhältnismäßig eigenständiger nationaler Stil herausbildete. Der musikalische Synkretismus Hinterindiens spiegelt sich sowohl im vietnamesischen Instrumentarium als auch in den Gattungen der Volks- und Kunstmusik wieder. Zu den archaischen Musikinstrumenten chinesischer Herkunft gehören die Mundorgel (senh) und die Klangplatten-Spiele aus Stein (bien khanh) oder Metall (huyen phuong huong). Dem indischen Kulturraum entstammt die zweifellige Trommel (trong com). Indischer Musizierpraxis verpflichtet sind die traditionellen improvisatorischen Vorspiele (rao bzw. zao) sowie die rhythmischen Formeln als Basis der stets binären, gelegentlich polyrhythmischen zeitlichen Strukturierung.

Die vietnamesische Musik beruht auf einer halbtonlosen pentatonischen Skala, bestehend aus den neun Tönen ho-xuxang-xe-cong-liu-u-xang-xe (angenähert temperiert: c-d-f-g-a-c'-f'-g'), aus denen zwei-, drei-, vier und fünftönige Skalen mit oder ohne zusätzlichen Zwischentöne gebildet werden. In der Kunstmusik beherrschen zwei modale Typen (bac, Fröhlichkeit ausdrückend, und nam, Ruhe und Melancholie provozierend) in vielfältiger Differenzierung die Musik, dabei dem Prinzip des indischen Raga näherstehend als den abendländischen Tonarten. Die rituellen Gattungen der Hofmusik (quan nhac, nha nhac oder nhac dai noi) von Huê sind heute ebenso vom Aussterben bedroht wie die traditionelle Theatermusik (hat tuong, hat boi), während die volkstümliche Kultmusik (buddhistisch und caodaistisch) und die regional unterschiedliche Unterhaltungsmusik weiterleben. Unter westlichem Einfluß ist die "erneuerte Musik" (nhac cai cach) entstanden, die auch der Theatermusik (hat cheo im N, hat cai luong im S) Auftrieb gab.

Traditionelle vietnamesische Instumental-Musik von Phong Nguyêñ
TITEL: «bac (Freude)»
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Moderne vietnamesische Musik der Sängerin Ngoc Lan
TITEL: «Giong Song Que Huong»
hi fi play (128kb/s)


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